Berichte 2007



16.
2007-Dez-08
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

»Vechta Uni-Stadt«
Dafür stehen Kürschner und Stuntebeck

Vechta – Die SPD-Landtagskandidatin Kristina Stuntebeck will sich dafür einsetzen, dass Vechta endlich auch offiziell zur »Universitätsstadt« wird. Dass sie es de facto schon seit Langem sei, darüber waren sich Professor Kürschner und Stuntebeck nach einem Gespräch einig.
Bereits 1973, so der Professor, habe sich die ehemalige Pädagogische Hochschule ganz offiziell »Universität« nennen dürfen, und zwar habe die Bezeichnung damals »Universität Osnabrück, Abteilung Vechta« gelautet.
Mit der organisatorischen Trennung von der Universität im Jahr 1995 seien die Probleme gekommen: Laut Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Niedersachsen habe die jetzt selbstständige Einrichtung zwar den Namen »Hochschule Vechta« erhalten. Diese Namensgebung sollte jedoch binnen drei Jahren überprüft werden. Niemand habe damals bezweifelt, dass die »Hochschule« eine Universität sei und hätte deshalb mittelfristig auch offiziell so genannt werden müssen, sagte Kürschner. Denn Voraussetzung für diese Bezeichnung sei allein das Recht, wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden, also den Doktorgrad zu verleihen und Habilitationen durchzuführen: Beides ist in Vechta möglich. Solange die Universität »Hochschule« genannt werde, bestehe immer wieder die Gefahr, dass Außenstehende die Einrichtung fälschlicherweise für eine Fachhochschule hielten: Denn die Professoren seien ganz offiziell »Universitätsprofessoren«. Auch habe die Universität das Stadium, in dem sie eine »Pädagogische Hochschule« gewesen sei, schon lange hinter sich. Nun sei der Landtag aufgefordert, dafür zu sorgen, dass in einer Neufassung des Niedersächsischen Hochschulgesetztes das Wort »Hochschule« durch das Wort »Universität« ersetzt werde.

Benutzerspezifischer Text

Bild: Fordern für die Hochschule die Bezeichnung »Universität«: Professor Kürschner und Kristina Stuntebeck.



15.
2007-Nov-27
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Geradlinigkeit gefiel
Dr. Marcus Nicolini bildet Journalisten aus

Vechta/St. Augustin (tw/lb) – An die Studentenparties kann sich Dr. Marcus Nicolini ebenso gut erinnern wie an die Auseinandersetzungen in der Hochschulpolitik als Präsident des Studentenparlaments. Der heute 41-Jährige kam über ein Praktikum bei „Kirche und Leben“ nach Vechta. Von Oktober 1992 bis November 1999 machte der gebürtige Solinger dann seinen Magister in Germanistik mit den Nebenfächern Theologie und Politikwissenschaft. Anschließend promovierte er bis Sommer 2000 über „Deutsch in Texas“ bei Professor Dr. Wilfried Kürschner. Seit Juni 2006 ist Nicolini wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referent für die journalistische Nachwuchsförderung der Konrad- Adenauer-Stiftung und als Ausbildungsleiter zuständig für angehende Journalisten in St. Augustin bei Bonn. Zuvor arbeitete er sechs Jahre in München beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses. Gerne erinnert er sich an das gute akademische Klima in Vechta, die persönliche Nähe zu den Dozenten und vor allem die Mentalität der Menschen im Oldenburger Münsterland. „Die Geradlinigkeit und die Verwurzelung der Menschen hier hat mir gefallen.“ 



14.
2007-Nov-27
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Taschenbuch begleitet Germanisten

Vechta (tw/lb) – Ein treuer Begleiter für Germanistik-Studenten nicht nur an der Vechtaer Hochschule ist das „Taschenbuch Linguistik“ von Professor Dr. Wilfried Kürschner. Der Vechtaer Dozent hat sein Werk überarbeitet, es erscheint nach 10 000 verkauften Exemplaren jetzt in der dritten Auflage. Der Studienbegleiter, der 1994 zum ersten Mal auf den Markt kam, bietet einen Überblick über das Fach von der Veranstaltungs-Planung der ersten Semester bis hin zum Verfassen von Hausarbeiten. In der neuen Auflage wird dabei auch die Umstellung auf das Bachelor-Master-System berücksichtigt. Zahlreiche Abbildungen und Texte verdeutlichen dem Leser, wie Texte gestaltet oder Quellen richtig dokumentiert werden. Zudem geht das Taschenbuch auf die Textverarbeitung mit dem Computer ein. Eine aktualisierte Liste mit Basisliteratur schließt das Werk ab. 



13.
2007-Okt-30
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Erst Gesangverein, dann Punkband
Marco Sagurna studierte in Vechta/Einführungskurs zu viert im Büro

Vechta/Oldenburg (lb) – Was ist aus ehemaligen Studenten der Hochschule Vechta geworden? Wohin hat es die Alumni verschlagen? Wir stellen sie vor.
An seine Studentenzeit in Vechta hat Marco Sagurna eigentlich nur gute Erinnerungen. »Wir haben an der Uni so viel auf die Beine stellen können, das war das schönste«, sagt der heutige Pressesprecher der Stadt Oldenburg.
An eine von ihm und Kommilitonen organisierte Veranstaltung erinnert sich der heute 45-Jährige sofort: Ein Konzert in der Hochschule, bei dem direkt nach dem Männergesangverein Kroge-Ehrendorf die Punkband »von Hindenburg Corporation« auftrat, die am liebsten ein Huhn auf der Bühne geschlachtet hätte, als Show. »Das konnten wir so gerade noch verhindern. Es ging hoch her«, sagt Sagurna, der von 1983 bis 1991 in Vechta Germanistik, Geschichte, Kunst und Psychologie studierte. »Damals haben wir die Einführung in die Sprachwissenschaft zu viert im Büro von Professor Wilfried Kürschner gemacht.«
Journalistisch tätig war Sagurna schon damals. Er gab die Literaturzeitschrift »Größenwahn« mit heraus. Nach seinem Studium arbeitete der gebürtige Wiesbadener als Redakteur bei der OV und der neuen Presse in Hannover, war als freier Journalist und als Verlags-Geschäftsführer tätig. Seit Februar 2007 macht er die Pressearbeit für den Oldenburger Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner.



12.
2007-Okt-25
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Hochschule ist Universität
Zum Artikel „Rot kontra den ‚Wolf, der Kreide frisst‘“ mit Bezug auf die Hochschule Vechta (OV vom 22. Oktober):

Die Meldung, wonach die „Hochschule Vechta noch immer keine Universität“ sei, was die SPD-Landtagskandidatin Kristina Stuntebeck bedauere, ist so nicht richtig: Die Hochschule Vechta ist eine Universität – ihr wird nur verwehrt, diesen Namen zu tragen. Die Rechtsgrundlage dafür bietet das Niedersächsische Hochschulgesetz (NHG). Dort wird in § 3 Abs. 4 Satz 1 festgelegt, dass den Universitäten des Landes die „Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses“ obliegt, was sie von den Fachhochschulen unterscheidet. In diesem Paragrafen wird auch ausdrücklich festgelegt, dass die Hochschule Vechta in diesen Kreis [...] gehört, da sie das Promotions- und Habilitationsrecht besitzt (§ 9 und 10 NHG) [...].
Die Bezeichnung Vechtas als bloße „Hochschule“ ist geeignet, Unsicherheiten über ihren Status aufkommen zu lassen („Vechta ist keine richtige Uni“). So wird sie oft fälschlicherweise für eine Fachhochschule gehalten, was wohl auch dadurch bedingt ist, dass es sich bei den übrigen Nur-Hochschulen wie bei der Hochschule Bremen oder der Hochschule Bremerhaven tatsächlich „nur“ um Fachhochschulen und eben nicht um Universitäten handelt. Mit Vechta von der Größe, vom Fächerspektrum und von der Qualität her vergleichbare Hochschulen in Hildesheim und Lüneburg tragen übrigens alle den Namen „Universität“.
Im Wahlkampf sollten die Vechtaer Landtagskandidaten also von ihren Wählern auch daraufhin befragt werden, wie sie sich im Landtag [...] dafür einsetzen werden, dass die Hochschule in Vechta endlich den ihr zustehenden Namen erhält: Universität Vechta.

Prof. Dr. Wilfried Kürschner
Dohlenstr. 7
Vechta



11.
2007-Jul-21
Für alle Schüler Platz im Herzen haben
 

Ehrung für die besten Absolventen Maike Söker, Petra Podorieszack (von links), Josef Blanke und Thomas Schäfer (Mitte von links), drei weitere fehlten bei der Feier. Es gratulierten Peter Cromme, Professor Dr. Wilfried Kürschner, Dr. Marion Rieken, Hans-Joachim Gunkel (hinten von links) sowie Professor Dr. Egon Spiegel (vorne rechts). Foto: Braunschweig

Vechta (lb) - Auf die stolze Zahl von 106 Lehramts-Absolventen blickt die Hochschule Vechta am Ende des Sommersemesters. Gemeinsam mit einer Absolventin des Magister-Studiengangs Sozialwissenschaft und vier Absolventen des Diplomstudiengangs Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik/Sozialarbeit wurden sie gestern Abend in der Aula der Hochschule feierlich verabschiedet. Dabei ehrte Peter Cromme, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, vor allem sieben Studenten: Josef Blanke, Elena Lembeck, Petra Podorieszack, Thomas Schäfer, Maike Söker, Natalia Privalova und Ute Strathmann bestanden ihre Examensprüfungen als die Besten. Das sei vermutlich das letzte Mal, dass die Hochschule eine derartig hohe Zahl von Staatsexamens-Absolventen entlässt, mutmaßte die Vizepräsidentin der Hochschule, Dr. Marion Rieken. Inzwischen sei der Übergang zu den Bachelor- und Master-Studiengängen vollzogen. Die Zahl der Absolventen nach der alten Regelung würde dadurch kleiner. Sie wünschte den Studenten, dass sie den Wechsel von der Hochschule zur Berufszeit erfolgreich gestalteten, und war sich sicher, dass sie mit der ihrer Meinung nach qualitativ hochwertigen Lehre in Vechta eine gute Grundlage für ihren weiteren beruflichen Weg hätten. In ihrem Festvortrag ging dann Berna Kleine Hillmann, Leiterin der Ludgerus-Schule, auf den zukünftigen Lehrer-Alltag der Absolventen ein. Sie richtete ihren Blick dabei auch auf die gegenwärtigen Entwicklungen in dem Beruf wie die eigenverantwortliche Schule und die Einführung der Schulinspektion. „In ihrem Herzen müssen alle Schüler einen Platz haben“, riet sie den ehemaligen Studenten und zitierte einen Satz aus der PISA-Studie: „Auf die Lehrer kommt es an.“ Einen humorvollen Einblick in die Zukunft als Referendar gab dann Ralf Weber, Präsident des Studentenparlaments der Hochschule. Er gab den ehemaligen Kommilitonen den Tipp, den Tag mit „einem bis 27 Gläsern Sekt“ zu feiern und zumindest „heute nicht zu zweifeln“. Nachdem Professor Dr. Egon Spiegel die Absolventen aufgefordert hatte, die Hochschule nicht zu vergessen und bei Alumni-Veranstaltungen zurückzukehren, teilten Georg Liebke und Hans-Joachim Gunkel, Direktoren des Niedersächsischen Landesamtes für Lehrerbildung und Schulentwicklung, die Zeugnisse aus.



10.
2007-Jun-23
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Vermischung zweier Sprachen
Hochschulprojekt fragt: Wie kommunizieren deutsche Türken?

Vechta – Wie sprechen Türken miteinander, die in Deutschland aufgewachsen sind? In einem Wechsel aus Deutsch und Türkisch? Oder benutzen sie die so genannte »Kanak Sprak«? Diese und andere Fragen haben die Studentinnen Aysegül Arslan, Friederike Bergfink und Mürvet Ebcinoglu mit dem Vechtaer Sprachwissenschaftler Professor Dr. Wilfried Kürschner unter dem Thema »Kanak Sprak versus Codewechsel Deutsch – Türkisch« wissenschaftlich erarbeitet. Mit Hilfe der Gegenüberstellung beider Gruppensprachen haben sie gezeigt, wie sich Türken in Deutschland untereinander verständigen. Dabei entdeckte das Forscherteam einige Merkmale, die die »Kanak Sprak« kennzeichnen: Das ›ich‹ wird zu ›isch‹, Artikel, Präpositionen und Pronomen werden manchmal ausgelassen, Wörter wie »normal«, »krass« und »Alder« kommen im Sprachgebrauch häufig vor. Besonders in den Regionen und Stadtteilen, in denen eine Vielzahl an deutsch-türkischen Jugendliche lebt, findet diese Gruppensprache großen Anklang.
Die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes stellten die Studentinnen und ihr Professor im Rahmen einer Ringvorlesung an der Hochschule Vechta vor.

Bild (Mitte): Forscherteam: (von links) Frederike Bergfink, Professor Dr. Wilfried Kürschner, Mürvet Ebcinoglu.



9.
2007-Jun-19
Nordwestzeitung

»Kodewechsel« prägen Gruppensprache
Bildung Deutsch – Türkisch im Vergleich – Untersuchung der Hochschule Vechta

Vechta/EB/CCF – »Wie verständigen sich in Deutschland aufgewachsene türkische Staatsbürger untereinander?« Diese und ähnliche Fragen haben die Studentinnen Aysegül Arslan, Friederike Bergfink und Mürvet Ebcinoglu mit dem Sprachwissenschaftler Prof. Wilfried Kürschner (Hochschule Vechta) unter dem Thema »Kanak Sprak versus Kodewechsel Deutsch – Türkisch« wissenschaftlich erarbeitet. Mit Hilfe der Gegenüberstellung beider »Gruppensprachen« zeigen sie auf, wie die Verständigung abläuft.
So wird etwa »ich« zu »isch«. Die Genera sind falsch, und Artikel, Präpositionen und Pronomen fehlen im Sprachgebrauch. Besonders in Brennpunkten Deutschlands findet die »Gruppensprache« bei deutsch-türkischen Jugendlichen Anklang.
Dagegen kommen Worte wie »normal«, »krass« und »Alder« in Ebcinoglus, die eine akademische Laufbahn gewählt hat, Sprachgebrauch nicht vor. Die Türkin lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Sie kennt die Milieus, in denen die »Kanak Sprak« benutzt wird. Ihre Sprache kennzeichnet vielmehr, dass sie in einem Satz zwischen Deutsch und Türkisch hin und her springt.



8.
2007-Jun-18
Münsterländische Tageszeitung [Cloppenburg]

Plattdeutsch wird auch Studierfach
Kring und Hochschule Vechta wollen enger zusammenarbeiten

[Bild:]
Gemeinsam für die plattdeutsche Sprache (von links) engagiert sich der „Plattdütsche Kring“ mit Rudi Timphus, Kerstin Ummen, Dr. Paul Brägelmann, Professor Dr. Wilfried Kürschner, Bernd Grieshop, Hubert Hesselfeld, Maria Blömer, Hildegard Tölke und Alfred Kuhlmann

Oldenburger Münsterland (rt) - Im Bemühen um den Erhalt und die Pflege der plattdeutschen Sprache in der Region will der Plattdütsche Kring die Zusammenarbeit mit der Hochschule Vechta weiter ausbauen und die Studenten mit einbeziehen. Unter anderem ist die Einrichtung von plattdeutschen Seminaren geplant, die mit einem Zertifikat abschließen sollten.
Bislang konzentrierte sich die Kooperation des Plattdütschen Krings mit der Hochschule vor allem auf die Mitarbeit von Professor Dr. Wilfried Kürschner. Der Leiter des Lehrstuhls für Allgemeine Sprachwissenschaft und Germanistische Linguistik hat die wissenschaftliche Begleitung bei der Erstellung des plattdeutschen Wörterbuches für das Oldenburger Münsterland übernommen. Bei der wissenschaftlichen Begleitung ging es vorrangig um die Festlegung einer einheitlichen Orthographie für das Plattdeutsche im Oldenburger Münsterland. Auf die sprachliche Kompetenz des Professors hatte man auch schon bei der hochdeutschen Rechtschreibreform gesetzt.
Initiator war Dr. Paul Brägelmann. Die Arbeitsgruppe des „Plattdütschen Kring“, die ein neues Plattdeutsches Wörterbuch erstellt, hat bereits mehr als 7000 Wörter zusammengetragen. Auf der Basis der Rechtschreibvorlagen aus den Jahren 1983 und 1997 wurden die Grundregeln der Orthographie für die plattdeutsche Sprache noch einmal überarbeitet.
Professor Kürschner zog bei der jüngsten Zusammenkunft in dieser Woche sein Resümee: „Die bisherige Zusammenarbeit hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben oftmals hart gerungen, sind aber immer zu Ergebnissen gelangt, denen alle Beteiligten zustimmen konnten.“



7.
2007-Jun-17
Sonntagsblatt [Vechta]

Erhaltung des Plattdeutschen
Zusammenarbeit zwischen Uni und »Plattdütschen Kring« ausbauen
Auch plattdeutsche Seminare können sich die Beteiligten in Zukunft vorstellen

Vechta. Kürzlich trafen sich die Mitglieder des Plattdütschen Kring bereits zum vierten Mal mit Prof. Dr. Wilfried Kürschner in der Vechtaer Universität. Grundlage der Treffen war ihre Überzeugung, dass es nicht sein kann, »dass sie die Kompetenz vor Ort, die Universität Vechta, bei den Bemühen um die Pflege und Erhaltung der plattdeutschen Sprache außen vor lassen würden«.
Und in der Tat stieß man bei Professor Kürschner, dem Leiter des Lehrstuhls für Allgemeine Sprachwissenschaft und Germanistische Linguistik, auf offene Ohren, als der Kring ihn um seine wissenschaftliche Begleitung bei der Erstellung des plattdeutschen Wörterbuches bat. Dabei ging es vorrangig um die Festlegung einer einheitlichen Orthographie für das Plattdeutsche im Oldenburger Münsterland. Auf die sprachliche Kompetenz des Professors wurde auch schon bei der hochdeutschen Rechtschreibreform gesetzt.
Initiator für diese Zusammenarbeit war Dr. Paul Brägelmann. Die Arbeitsgruppe des »Plattdütschen Kring«, die ein neues Plattdeutsches Wörterbuch erstellt, hat bereits mehr als 7.000 Wörter zusammengetragen. Auf der Basis der Rechtschreibvorlagen aus den Jahren 1983 und 1997, von Bernd Grieshop, Bernd Koopmeiners, Werner Kuper und Alfons Niemöller zusammengestellt, wurden jetzt gemeinsam mit Professor Kürschner die Grundregeln der Orthographie für die plattdeutsche Sprache noch einmal überarbeitet. »Die bisherige Zusammenarbeit hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben oftmals hart gerungen, sind aber immer zu Ergebnissen gelangt, denen alle Beteiligten zustimmen konnten«, so Professor Kürschner. Und mit dem Blick in die Zukunft waren sich alle einig, dass in diesen Schulterschluss zwischen der Universität und dem Plattdütschen Kring auch die Studenten mit einbezogen werden sollten. So wurde die Einrichtung von plattdeutschen Seminaren vorgeschlagen, die mit einem Zertifikat abschließen sollten. Hierbei müssten dann auch die Schulbehörden einbezogen werden. Erfahrene Pädagogen aus den Reihen des Plattdütschen Kring boten dabei ihre Hilfe an.



6.
2007-Jun-15
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Plattdeutsches Wörterbuch bald fertig
Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Plattdütschen Kring auf Studenten ausdehnen


Gemeinsam für die plattdeutsche Sprache (von links): Rudi Timphus, Kerstin Ummen, Dr. Paul Brägelmann, Professor Dr. Wilfried Kürschner, Bernd Grieshop, Hubert Hesselfeld, Maria Blömer, Hildegard Tölke, Alfred Kuhlmann (verhindert: Willi Thien). Foto: ka

Oldenburger Münsterland (rt) - Im Bemühen um den Erhalt und die Pflege der plattdeutschen Sprache in der Region will der Plattdütsche Kring die Zusammenarbeit mit der Hochschule Vechta weiter ausbauen und die Studenten mit einbeziehen. Unter anderem ist die Einrichtung von plattdeutschen Seminaren geplant, die mit einem Zertifikat abschließen sollten.
Bislang konzentrierte sich die Kooperation des Plattdütschen Krings mit der Hochschule vor allem auf die Mitarbeit von Professor Dr. Wilfried Kürschner. Der Leiter des Lehrstuhls für Allgemeine Sprachwissenschaft und Germanistische Linguistik hat die wissenschaftliche Begleitung bei der Erstellung des plattdeutschen Wörterbuches für das Oldenburger Münsterland übernommen. Bei der wissenschaftlichen Begleitung ging es es vorrangig um die Festlegung einer einheitlichen Orthographie für das Plattdeutsche im Oldenburger Münsterland. Auf die sprachliche Kompetenz des Professors hatte man auch schon bei der hochdeutschen Rechtschreibreform gesetzt. Initiator für diese Zusammenarbeit war Dr. Paul Brägelmann. Die Arbeitsgruppe des „Plattdütschen Kring“, die ein neues Plattdeutsches Wörterbuch erstellt, hat bereits mehr als 7000 Wörter zusammengetragen. Bernd Grieshop, Maria Blömer, Alfred Kuhlmann, Marga Siemer, Willi Thien und Kerstin Ummen kommen der Vollendung des Werkes immer näher. Auf der Basis der Rechtschreibvorlagen aus den Jahren 1983 und 1997, von Bernd Grieshop, Bernd Koopmeiners, Werner Kuper und Alfons Niemöller zusammengestellt, hat man jetzt gemeinsam mit Professor Kürschner die Grundregeln der Orthographie für die plattdeutsche Sprache noch einmal überarbeitet.
Professor Kürschner zog bei der jüngsten Zusammenkunft sein Resümee: „Die bisherige Zusammenarbeit hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben oftmals hart gerungen, sind aber immer zu Ergebnissen gelangt, denen alle Beteiligten zustimmen konnten.“ Auch beim jetzt geplanten Ausbau der Zusammenarbeit bot Professor Kürschner seine Hilfe an.
Und so zeigte sich auch der Initiator Dr. Paul Brägelmann voll zufrieden mit dem Ergebnis der Zusammenarbeit, die bereits mehr gebracht, als er sich erhofft habe.



5.
2007-Jun-05
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Universität Vechta
Zum Beitrag „Warten auf Urteil des Wissenschaftsrats“ (OV vom 24. Mai):

Am Schluss des Artikels wird an die Empfehlung dieser Beratungsinstanz aus dem Jahre 1998 erinnert, den Hochschulstandort Vechta zu schließen.
Wäre man dem damals gefolgt, gäbe es heute keine florierende Universität in Vechta mit 3500 Studenten und mehr als 200 Beschäftigten, die für Stadt und Region auch wirtschaftlich von großer Wichtigkeit sind. Es gäbe keine nach wie vor hochgeschätzte Lehrerbildung in Vechta – das Fach Germanistik beispielsweise gehört im jüngsten Hochschulranking zusammen mit Göttingen und Tübingen zu den sechs besten unter 60 Standorten in Deutschland –, es gäbe keine drittmittelgeförderte praxisrelevante Forschung zu agrarischen Intensivgebieten und keine innovative Gerontologie/Soziale Arbeit – und nicht zu vergessen: Vechta hätte nicht eine der besten Mensen Deutschlands.
Das damalige Fehlurteil und die zum Glück falsche Prognose des Wissenschaftsrates sollte nunmehr auch dadurch korrigiert werden, dass die Hochschule jetzt endlich die Bezeichnung erhält, die ihr schon von Gesetzes wegen zusteht: Universität Vechta.

Professor Dr. W. Kürschner, Vechta



4.
2007-Apr-14
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Was uns Scheine sagen

Unter dem Titel »Was uns Scheine alles sagen – Sprachliches zu den Euro-Noten« hält der Linguistik-Professor Wilfried Kürschner von der Hochschule Vechta am Donnerstag (26. April) einen Vortrag in der Volksbank, Falkenrotter Straße.
Beginn um 19.30 Uhr. Die Europa Union Vechta lädt ein.



3.
2007-Feb-14
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

»Fahrplan«

Und wer sich schon jetzt seinen persönlichen »Fahrplan« für das kommende Semester zusammenstellen will, der kann in aller Ruhe durch das Hochschulverzeichnis blättern, das rechtzeitig zu Beginn der Semesterferien druckfrisch vorliegt. Bei der offiziellen Präsentation dankte Vizepräsidentin Dr. Marion Rieken Professor Dr. Wilfried Kürschner und seiner Mitarbeiterin Marlies Völker für die Arbeit, die sie in die Erstellung des Verzeichnisses gesteckt haben.



2.
2007-Feb-03
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Christa Kürschner-Ledebrink geht in Pension
Beckermann: Gymnasium verliert eine »begeisterte und begeisternde Lehrerin«


Lohne – Christa Kürschner-Ledebrink, Oberstudienrätin für Deutsch und evangelische Religion am Lohner Gymnasium, ist jetzt in den Ruhestand verabschiedet worden. Geboren und aufgewachsen in einem Dorf bei Herford, machte Christa Kürschner-Ledebrink zunächst eine landwirtschaftliche Lehre. Auf dem zweiten Bildungsweg holte sie dann ihr Abitur nach, studierte in Göttingen und Tübingen, absolvierte ihr Referendariat, bevor sie schließlich am Kreisgymnasium Gundelfingen unterrichtete. Als ihr Mann Wilfried Kürschner eine Professorenstelle an der Hochschule Vechta übernahm, wechselte sie 1981 nach Lohne. Über das Normalmaß hinaus habe die kompetente, gewissenhafte, begeisterte und begeisternde Lehrerin sich hier engagiert, lobte Schulleiter Engelbert Beckermann. Und: Sie habe die Ökumene an der Schule geprägt.



1.
2007-Jan-27
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Glücklich über Studienzeit in Vechta
Hochschule verabschiedet Lehramtsstudenten und Erziehungswissenschaftler

Vechta (hm) – 90 Lehramtsstudenten und sechs Studenten des Diplomstudienganges Erziehungswissenschaft haben gestern auf einer Examensfeier in der Aula der Hochschule Vechta ihre Zeugnisse erhalten.
Das beste Examenszeugnis bekamen die Lehramtsabsolventinnen Wiebke Diekmann aus Kirchlengern und Mareike Jansen aus Haren. Das beste Diplomzeugnis (Erziehungswissenschaft) erhielte Margarete Huber aus Bad Essen. Den Festvortrag hielt Professor Dr. Alwin Hanschmidt. Unter dem Titel »Die schriftlichen Arbeiten sind unter Abschluß und unter Aufsicht auszuführen« warf er einen Blick auf Lehramtsprüfungen vor 100 Jahren. Hätten sie vor 100 Jahren ihre Abschlussprüfungen für den Lehrerberuf abgelegt, hätten sie sich wohl als »pädagogische Zehnkämpfer« bezeichnet, so führte Hanschmidt aus.
Er zeichnete den examinierten Studenten das Bild eines in zehn Fächern studierten Pädagogen, der Unterricht entwarf, die Schönschrift beherrschte und mit der deutschen Sprache vertraut war. Noch heute gebe es Parallelen zu heutigen Vorschriften, doch diese Verbindung werde mit dem Bachelor, der die Staatsexamensprüfung künftig ersetzt, enden, erläuterte Hanschmidt. Marianne Assenmacher, Präsidenten der Hochschule Vechta, sprach vom »langsamen Ende einer Ära«. Humorvoll beschrieb Rüdiger Schipper als Absolvent und als Referent des AStA seine persönlichen Erinnerungen an die Examenszeit. Im Resümee schätzte er sich glücklich, an einer »kleinen und überschaubaren« Universität studiert zu haben. Er appellierte an seine Kommilitonen, sich für ihre Schüler einzusetzen und auch einmal »neue Wege zu beschreiten«. Für musikalische Unterhaltung sorgte das »Vechtaer Barbershop-Quartett«. Nach der Feier luden die Absolventen zu einem Sektempfang ein.

(Foto: hm) Festlicher Abschluss eines langen Weges: (von links) Absolvent und AStA-Referent Rüdiger Schipper, Hochschulpräsidentin Marianne Assenmacher, der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft Peter Cromme, die für ihr sehr gutes Examen ausgezeichnete Mareike Jansen, Simone Schröder als Sprecherin der Absolventen und Professor Dr. Wilfried Kürschner; es fehlen die ebenfalls ausgezeichneten Absolventinnen Wiebke Diekmann (Examen) und Margarete Huber (Diplom).